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Der Weg zu uns
 
 
Die Sayner Hütte
     

Kunst und Technik prägten seit dem frühen 18. Jahrhundert das Bild des Ortes Sayn.
Die hohe Anerkennung der aus Gusseisen hergestellten Gießhalle der Sayner Hütte während des ganzen 19. Jahrhunderts, ihr Verfall und bereits beschlossener Abbruch und ihre erneute Aufwertung als Bauwerk von besonderer nationaler und internationaler Bedeutung sind exemplarisch für unser Verständnis der Leistungen des 19. Jahr-hunderts.

Die Gießhalle ist ein Bauwerk von einzig artiger Bedeutung. Sie entstand aus Gusseisen-Fertigteilen, die in der eigenen Hütte gegossen wurden. Ihre Konstruktion aus Bindern in Längs- und Querrichtung über Rundsäulen wurde nur empirisch, ohne statische Berechnung, entwickelt. Sie wurde zur ersten Großhalle in Vorfertigung auf dem europäischen Kontinent, vielleicht in der Welt, und damit Ahnherrin moderner Präfabrikation im Industriebau. Ihr Schöpfer war der Hütteninspektor Carl Ludwig Althans, der ihr die feingliedrige Gestalt einer dreischiffigen Kirche gab.

  Gießhalle
     
Gießhalle  

Nachdem die bisherige Nutzerin, ein Betrieb für Rohrleitungsbau, ihre Geschäftstätigkeit verlagert hatte, wurde das gesamte Areal der Sayner Hütte durch Kaufvertrag vom 23.12.2004 von der Stadt Bendorf erworben.





Innenansicht der Gießhalle um 1979

     

Seit Jahren sind die Stadt Bendorf und der Freundeskreis Sayner Hütte e. V. daran interessiert, das Areal um die historische Gießhalle einer neuen Nutzung zuzuführen. Eine entsprechende stadtplanerische Gesamtentwicklung des Gebietes Sayner Hütte zwischen Koblenz-Olper-Straße und Stromberger Weg, zwischen Sayner Turnhalle, einem privaten Firmengelände sowie dem Sayner Freibad war nach Einschätzung von Rat und Verwaltung dringend erforderlich, zumal die Stadt Bendorf selbst in diesem Gebiet eigene Grundstücke und Immobilien und damit wirtschaftliche Interessen hat.

Im Vordergrund steht jedoch der Gedanke, dieses einmalige Denkmal für nachfolgende Generationen zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Aufgrund der Gebäudeanordnung auf dem Gelände ist eine nachhaltige Sicherung des epochalen Denkmals durch ein sinnvolles und wirtschaftlich funktionierendes Nutzungskonzept nur im Rahmen eines ganzheitlichen Konzeptes sinnvoll und längerfristig tragbar. Es werden sich weder Nutzungen noch Investoren finden lassen, wenn keine interessante Gesamtvision für das Gesamtareal Sayner Hütte entwickelt wird, das eingebettet sein muss in die konzeptionelle Entwicklung des Stadtteiles Sayn.

     
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